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Sehwerk –
Alle Leistungen auf einen Blick

Unsere Praxis bietet ein umfassendes Leistungsspektrum in der Augenheilkunde – von präziser Diagnostik über individuelle Behandlungspläne bis hin zu modernen Operationen. Mit Fachkompetenz und modernen Technologien sorgen wir dafür, dass Ihre Sehkraft bestmöglich erhalten und verbessert wird.

Diagnostik

Die umfangreichen diagnostischen Möglichkeiten des Sehwerks mit modernsten Geräten erlauben es ein breites Spektrum an Augenerkrankungen sowohl des vorderen Auges als auch des hinteren Augenabschnittes zu erkennen und zu diagnostizieren.

Die Optische Kohärenztomografie ist ein bildgebendes Verfahren, das die Diagnostik von Netzhauterkrankungen revolutioniert hat. Mit dem OCT wird ein Querschnitt durch die Netzhaut und den Sehnerv dreidimensional dargestellt. Krankhafte Veränderungen wie Flüssigkeitseinlagerungen in oder unter der Netzhaut oder Auflagerungen auf der Netzhaut können genau diagnostiziert werden. Durch Vergleiche mit Voraufnahmen können Veränderungen erkannt und eine Behandlung eingeleitet werden.

Im Sehwerk setzen wir eines der modernsten und schnellsten OCT-Geräte ein. Damit können zusätzlich zu den normalen Querschnitten durch die Netzhaut auch die Gefäße in den verschiedenen Schichten der Netzhaut mittels OCT-Gefäß-Angiographie genau dargestellt werden. Mit unserem modernen OCT kann neben der Netzhaut auch der vordere Augenabschnitt mit Hornhaut, Iris (Regenbogenhaut) und Kammerwinkel exakt dargestellt werden. Erkrankungen in diesem Bereich des Auges können die Sehwerk-Augenärzte auf diese Weise genau untersuchen und dokumentieren.

Mittels Fluoreszeinangiografie werden die Gefäße der Netzhaut zur Beurteilung der Durchblutung dargestellt. Dabei wird dem Patienten ein gelber Farbstoff in eine Armvene gespritzt, um die Gefäße der Netzhaut sichtbar zu machen. Bei der Beurteilung der Bilder können die Sehwerk-Augenärzte Gefäßverschlüsse, „leckende“ Gefäße, Ödeme („Flüssigkeitsansammlungen“) und auch Gefäßneubildungen („Neovaskularisationen“) erkennen. Die Fluoreszeinangiografie wird hauptsächlich bei diabetischen Netzhautveränderungen, der Makuladegeneration („AMD“) und Durchblutungsstörungen („Thrombosen“) eingesetzt. Im Gegensatz zu den „konventionellen“ Angiografiegeräten, die maximal 105° der Netzhaut erfassen, kann die im Sehwerk eingesetzte Weitwinkelangiografie einen Ausschnitt von 200°  darstellen. Dadurch werden krankhafte Gefäße bis in die äußersten Bereiche der Netzhaut erkannt.

Durch die Weitwinkelfotografie wird ein großer Teil der Netzhaut dargestellt. Krankhafte Veränderungen und auffällige Befunde können so dokumentiert und mit Vorbefunden verglichen werden. Selbst bei enger Pupille stellt die moderne Weitwinkelkamera im Sehwerk mit einem Bildausschnitt von 200° einen großen Teil der Netzhaut dar. „Konventionelle“ Geräte erfassen meist nur einen Bereich von 50°. Gerade Pigmentveränderungen der Netzhaut, diabetische Netzhautveränderungen und auch Veränderungen der Makula können so besser und präziser dokumentiert werden.

Durch Spaltlampenfotografie können Erkrankungen an Bindehaut, Hornhaut, Regenbogenhaut und Iris dargestellt werden. Krankhafte oder auffällige Befunde können so dokumentiert und mit Vorbefunden verglichen werden.

Mit der Hornhauttopographie kann die Hornhaut (»Cornea«) vermessen und aus diesen Messwerten eine »Landkarte« der Hornhaut erstellt werden. Im Sehwerk nutzen wir für diese Untersuchung ein spezielles, hochmodernes OCT-Gerät, das außerdem eine Beurteilung der Vorderkammer und der Augenlinse ermöglicht. Wegen des großen Einflusses der Hornhaut auf die Brechkraft des Auges ist die exakte Vermessung auch für die Korrektur von Refraktionsfehlern (=»Brillenwerte«) wichtig. Die Hornhauttopographie ist bei der Diagnose zahlreicher Krankheitsbilder des vorderen Augenabschnittes hilfreich.

Augenultraschallgeräte kommen zum Einsatz, wenn bei fehlendem Einblick in das Auge eine Beurteilung des Augeninneren notwendig ist. Dabei können Strukturen im und um das Auge, z. B. Tumoren oder Augenmuskeln, vermessen und untersucht werden. Außerdem wird der Ultraschall zur Vorbereitung der Katarakt-OP („Grauer Star“) zur Vermessung des Auges verwendet, um die Stärke der einzusetzenden Intraokularlinse zu berechnen. Im Sehwerk setzen wir für diese Untersuchungen ein hochmodernes Ultraschall-Kombinationsgerät ein.

Bei der Gesichtsfelduntersuchung („Perimetrie“) werden sowohl die Grenzen des vom Auge wahrgenommenen Gesichtsfeldes als auch die Empfindlichkeit der Netzhaut untersucht. Durch verschiedene Untersuchungsstrategien kann sowohl das zentrale Gesichtsfeld, welches die höchste Sehschärfe bietet, als auch die Ausdehnung des Gesichtsfeldes, das der Umgebungsorientierung dient, beurteilt werden.

Am häufigsten wird die automatische statische Perimetrie durchgeführt, bei der der Patient während der Untersuchung Rückmeldung gibt, sobald er im Gesichtsfeld einen aufleuchtenden Lichtpunkt wahrnimmt. An den Testorten werden durch das Gerät die Lichtpunkte in verschiedenen Helligkeiten angeboten, die Hinweise für die Empfindlichkeit der Netzhaut geben.

Bei der kinetischen Perimetrie bewegen sich die Lichtpunkte von außen zum zentralen Sehfeld hin. Der Patient gibt Rückmeldung, sobald er den Lichtpunkt in seinem Gesichtsfeld wahrnimmt.

Das Gesichtsfeld wird bei Erkrankungen wie dem Glaukom und neurologischen Erkrankungen, aber auch bei gutachterlichen Fragestellungen eingesetzt. Im Sehwerk werden beide Untersuchungsmethoden angeboten.

Seit neuestem setzt das Sehwerk ein modernes objektives Gesichtsfeldmessgerät ein. Während der Untersuchung wird durch Projektion von Lichtreizen auf die Netzhaut die Pupillenreaktion des Probanden gemessen. Hierdurch ist eine objektive Messung der Netzhautempfindlichkeit möglich. Diese Technik ist so  innovativ, dass sie europaweit erst an wenigen Standorten angeboten wird. Der große Vorteil der Untersuchungsmethode liegt neben der objektiven Untersuchung in der größeren Geschwindigkeit. Das Sehwerk will mit diesem Untersuchungssystem die führende Position bei der Glaukomerkennung und Behandlung weiter ausbauen.

Das Trockene Auge (Sicca-Syndrom) ist eine komplexe Erkrankung, deren erfolgreiche Behandlung eine präzise Diagnose der Ursache erfordert. Das IDRA-Gerät ist ein modernes, nichtinvasives Diagnostiksystem, das eine detaillierte und umfassende Analyse aller relevanten Faktoren des Tränenfilms und der Augenoberfläche ermöglicht. Das IDRA-System erfasst in wenigen Minuten alle wichtigen Parameter, die zur Klassifizierung der Tränenfilmstörung notwendig sind:

Analyse der wässrigen Schicht (Tränenfilmstabilität):

  • NIBUT (Non-Invasive Break-up Time): Messung der Zeit, bis der Tränenfilm aufreißt. Eine verkürzte Zeit deutet auf eine schnelle Verdunstung hin.
  • Tränenmeniskus-Höhe (TMH): Messung der Menge der vorhandenen Tränenflüssigkeit am Unterlidrand, um Aufschluss über die Tränenproduktion zu erhalten.

Analyse der Lipidschicht (Fettanteil):

  • Interferometrie: Messung der Dicke der Lipidschicht (Ölschicht), die vor Verdunstung schützt. Eine zu dünne Schicht ist ein deutlicher Hinweis auf eine Meibomdrüsen-Dysfunktion (MDD).

Morphologie der Meibomdrüsen:

  • Meibographie: Aufnahme der Meibomdrüsen an Ober- und Unterlidern. Das IDRA visualisiert eventuelle Drüsenverluste oder -verkürzungen, was ein wichtiger Indikator für den Schweregrad der MDD ist.

Untersuchung der Augenoberfläche und Lider:

  • Objektive Beurteilung der Rötung und Hyperämie: Analyse des Ausmaßes der Rötung (z. B. der Bindehaut) als Zeichen einer Entzündung.
  • Beurteilung der Lider: Diagnose von Lidrandentzündungen und der Öffnungen der Meibomdrüsen.

Durch diese detaillierte, objektive und reproduzierbare Messung aller drei Schichten des Tränenfilms sowie der Drüsenstruktur hilft uns das IDRA, die genaue Ursache Ihrer Beschwerden zu identifizieren. Auf dieser Basis kann eine individuell zugeschnittene und effektive Therapie (z. B. IPL, LLLT, medikamentöse Behandlung) erstellt werden.

Im Sehwerk nutzen wir zur optischen Biometrie eines der modernsten OCT-basierten Biometriegeräte auf dem Markt. Das Gerät liefert unseren Ärzten hochpräzise Messergebnisse mit umfassender Hornhautvermessung, vollständiger Achlängenvermessung des Auges sowie hochwertige und detaillierte Augenquerschnittsaufnahmen.

In der Sehschule werden durch unsere Sehwerk-Orthoptistinnen in Zusammenarbeit mit den Sehwerk-Augenärzten Augenbewegungsstörungen, Sehschwächen und alle damit zusammenhängenden Krankheitsbilder diagnostiziert. Zu ihren Aufgaben gehören die Erkennung und die Behandlung von Schielerkrankungen („Strabismus“), Sehschwächen („Amblyopie“) und des Augenzitterns („Nystagmus“). Insbesondere Kinder, aber auch Erwachsene, die an diesen Erkrankungen leiden, kommen in die Sehschule.

Behandlung

Zur Behandlung von Augenerkrankungen steht im Sehwerk – Zentrum für Augengesundheit ein breites Spektrum von Behandlungsmethoden zur Verfügung. Es reicht von der Behandlung akuter Augenerkrankungen, der konservativen und operativen Behandlung des Glaukoms, der Behandlung des trockenen Auges bis hin zu verschiedenen Laserbehandlungen.

Viele Erkrankungen der Netzhaut können mit dem Argonlaser therapiert werden. Bei der ambulanten Behandlung wird ein spezielles Vergrößerungsglas auf das Auge aufgesetzt und anschließend gelasert. Die wichtigsten Erkrankungen, die mittels Laser therapiert werden, sind im Folgenden erklärt. 

Netzhautlöcher sind Vorstufen der Netzhautablösung. Durch Zug des Glaskörpers an der Netzhaut entsteht ein Loch, durch welches Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangt und so zu einer Netzhautablösung führen kann. Mit dem Argonlaser werden die Ränder des Netzhautloches verschweißt und die Gefahr einer Netzhautablösung gebannt. 

Bei Netzhautveränderungen durch Diabetes führt ein über viele Jahre bestehender, schlecht eingestellter Diabetes langfristig zu einer Schädigung der Blutgefäße und infolgedessen zu Durchblutungsstörungen. Bei Verschlüssen der Netzhautgefäße führen Thrombosen und Embolien zu Durchblutungsstörungen. Durch diese Gefäßschädigungen werden die Sehzellen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Botenstoffe im Auge regen das Wachstum krankhafter Gefäße an und es kommt zu einer Schwellung der Makula („Makulaödem“). Durch die Behandlung mit dem Argonlaser werden schlecht durchblutete Bereiche der Netzhaut stabilisiert, wodurch der Sauerstoffbedarf der Netzhaut sinkt. Dadurch bilden sich die krankhaften Gefäße und die Schwellung der Makula zurück.

Der YAG-Laser ist ein kurz gepulster Laser. Aufgrund einer kurzen, aber hohen Energieabgabe kann Gewebe im Auge berührungslos geschnitten werden. Das Sehwerk setzt diesen Laser hauptsächlich zur Behandlung des Nachstars ein – eine Trübung der Linsenkapsel nach einer Kataraktoperation (Operation des „Grauen Stars“). Diese Trübung der Linsenkapsel tritt bei ca. 30 % der Patienten auf und kann mit dem YAG-Laser komplikationsarm, ambulant und schmerzfrei behandelt werden. Mit dem YAG-Laser können auch spezielle Formen des Glaukoms („Grüner Star“) therapiert werden. 

Die Selektive-Laser-Trabekuloplastik (SLT) ist ein ambulantes Verfahren zur Senkung des Augeninnendrucks (IOD), das nach Erkenntnissen vieler Studien genauso wirksam ist wie die dauerhafte Behandlung mit Augentropfen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten häufig mehrere Jahre ohne Augentropfen auskommen und im Vergleich zur Behandlung mit Augentropfen eine bessere Augendruckeinstellung haben. Die SLT verbessert gezielt den Abfluss des Kammerwassers durch eine Aktivierung von Zellen, die Ablagerungen im Kammerwinkel abbauen. So kann die SLT bei Patienten mit Offenwinkelglaukom den Augeninnendruck um ca. 20 % senken. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird ambulant in wenigen Minuten durchgeführt.  Wie bei allen ärztlichen Behandlungen kann der individuelle Erfolg nicht vorhergesagt werden. Die Erfahrung und die Auswertung unserer eigenen Behandlungsergebnisse im Sehwerk-Zentrum für Augengesundheit zeigen jedoch, dass viele Patienten nach der Behandlung keine oder weniger Augentropfen benötigen. Aufgrund ihres Potenzials zur Augendrucksenkung ist die SLT ein wichtiges Element im Konzept der „Interventionellen Glaukomtherapie“, die das Sehwerk bei der Behandlung des Glaukoms verfolgt.

Das Trockene Auge (Sicca-Syndrom) ist eine verbreitete Augenerkrankung, die oft durch eine Störung des Tränenfilms verursacht wird. Unser Tränenfilm besteht aus drei Schichten: Wasser, Schleim und Fett (Lipide). Die Lipidschicht, die an der Oberfläche liegt, ist entscheidend, da sie die Verdunstung des wässrigen Anteils verhindert. Bei vielen Betroffenen ist eine Meibomdrüsen-Dysfunktion (MDD) die Ursache des Trockenen Auges. Die Meibomdrüsen sitzen in den Augenlidern und produzieren das notwendige ölige Sekret. Bei einer MDD sind diese Drüsen verstopft oder entzündet, wodurch die Lipidschicht im Tränenfilm fehlt. Die Folge: Die Tränen verdunsten zu schnell, und es kommt zu typischen Symptomen wie Brennen und Jucken, Fremdkörpergefühl, Rötung und tränenden Augen (paradoxerweise, weil die Tränen von schlechter Qualität sind). Die IPL-Therapie, eine Behandlung mit intensiv gepulstem Licht, ist eine moderne Behandlungsmethode, die speziell darauf abzielt, die Funktion der Meibomdrüsen zu verbessern und so die Ursache des verdunstungsbedingten Trockenen Auges zu beheben. Bei der IPL-Behandlung wird eine Reihe kurzer, hochintensiver Lichtimpulse auf die Haut des unteren Augenlids und der umliegenden Wangenregion appliziert. Dies erzeugt eine kontrollierte, therapeutische Erwärmung der Meibomdrüsen. Diese Wärme verflüssigt das verdickte, gestaute Sekret in den Drüsen, das diese verstopft hat. Es wird angenommen, dass die IPL-Energie auch die krankhaften entzündlichen Blutgefäße um die Drüsen herum reduziert. Diese Reduktion von Entzündung kann die Drüsenfunktion langfristig verbessern. Als Resultat können die Meibomdrüsen wieder hochwertiges Öl (Lipide) produzieren. Dies stabilisiert den Tränenfilm, reduziert die Verdunstung und führt zu einer nachhaltigen Linderung der Symptome des Trockenen Auges. Die Behandlung wird typischerweise in einer Serie von 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von einigen Wochen durchgeführt, gefolgt von Auffrischungsbehandlungen nach Bedarf.

Low-level-Light-Therapie (LLLT) bei trockenem Auge: Das Trockene Auge (Sicca-Syndrom) gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen. Oft liegt die Ursache in einer gestörten Lipidschicht des Tränenfilms, was zu einer schnellen Verdunstung der Tränenflüssigkeit führt. Bei der LLLT wird rotes oder nahinfrarotes Licht mit niedriger Energie auf die geschlossenen Augenlider und die umliegende Haut appliziert. Dies geschieht über eine spezielle Maske. Die Lichtenergie dringt sanft in das Gewebe ein und wird von den Mitochondrien (den „Kraftwerken“ der Zellen) in den Meibomdrüsen absorbiert. Diese Aufnahme der Lichtenergie stimuliert den Zellstoffwechsel und die Zellregeneration. Es werden biochemische Prozesse ausgelöst, die die Produktion von ATP (zelluläre Energie) erhöhen und Entzündungen reduzieren, indem sie entzündliche Botenstoffe (Zytokine) regulieren. Durch die Anregung und Normalisierung der Zellfunktion beginnen die Meibomdrüsen, mehr Lipide (Öl) in höherer Qualität zu produzieren. Einige Studien deuten darauf hin, dass die Lichtenergie auch eine sanfte Erwärmung von innen heraus erzeugt, was hilft, verstopftes Sekret zu verflüssigen. Das Ergebnis: Die LLLT hilft, die natürlichen Funktionen der Drüsen zu regenerieren, den Tränenfilm zu stabilisieren und die Symptome des Trockenen Auges langanhaltend zu lindern. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird meist als entspannend empfunden. Die LLLT bei der Behandlung des Trockenen Auges setzt das Sehwerk meist in Kombination mit der IPL ein.

Low-level-Light-Therapie (LLLT) bei trockener Makuladegeneration: Die trockene altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Form der AMD, bei der das zentrale Sehvermögen langsam abnimmt. Sie betrifft die Makula, den Ort des schärfsten Sehens. Bei der trockenen AMD sammeln sich unter der Netzhaut Abfallstoffe (sogenannte Drusen) an. Gleichzeitig kommt es zu einer chronischen Entzündung und einer Minderversorgung der Netzhautzellen. Diese Ablagerungen stören die Ernährung der Sehzellen, insbesondere der Photorezeptoren, und die Entsorgung von Abfallprodukten aus diesen. Im Laufe der Zeit sterben diese wichtigen Sehzellen ab, was zu Sehverlust im Zentrum führt (z. B. Leseschwierigkeiten oder das Nichterkennen von Gesichtern). Die Low-Level-Light-Therapy (LLLT), auch bekannt als Photobiomodulation, wird als vielversprechender, nichtinvasiver Ansatz zur Behandlung der trockenen AMD untersucht. Bei der LLLT werden niedrig dosierte, nichtthermische Lichtimpulse auf das Auge projiziert. Das Licht soll dabei nicht zur Erwärmung führen, sondern zur biologischen Stimulation der Zellen. Die Lichtenergie dringt in die Netzhaut ein und wird von den Mitochondrien (den „Kraftwerken“ der Zellen) in den geschädigten Netzhautzellen absorbiert. Durch diese Absorption wird die Produktion von ATP (der zellulären Energiequelle) erhöht. Man geht davon aus, dass diese zusätzliche Energie die Funktion der Zellen (insbesondere der Photorezeptoren) verbessert und die Selbstreinigungsmechanismen der Netzhautzellen und der unterstützenden Pigmentepithelzellen anregt, wodurch die Abfallstoffe (Drusen) besser beseitigt werden können. Die LLLT kann zudem helfen, die chronische Entzündung zu reduzieren, die ein zentraler Faktor bei der Entstehung und dem Fortschreiten der trockenen AMD ist. Das Ziel der Behandlung ist es, die geschädigten Sehzellen zu regenerieren, ihre Funktion zu unterstützen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird meist in mehreren Sitzungen über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt.

Operationen

Mit modernster operativer Ausstattung kann das Sehwerk – Zentrum für Augengesundheit viele Augenerkrankungen operativ behandeln. Aufgrund seiner breiten operativen Ausbildung kann Dr. Cordes Operationen bei grauem Star, Glaukom, Netzhauterkrankungen und Netzhautablösung und Makuladegeneration auf höchstem Niveau durchführen.

Als Katarakt oder auch „Grauer Star“ bezeichnet man eine Trübung der Augenlinse. Die Katarakt ist ein normaler Alterungsprozess des Auges. Typische Symptome sind vermehrte Blendung, besonders nachts, „Lichtstreifen“ um Lichtquellen, Sehminderung, Verschlechterung der Lesefähigkeit und Veränderungen der Brillenwerte. Normalerweise entwickeln sich diese Symptome über einen langen Zeitraum. Es gibt auch Formen der Katarakt, bei denen sich die Sehverschlechterung sehr schnell entwickelt. Mit fast 1 Mio. Operationen gehört die Kataraktoperation, auch Grauer-Star- oder Linsenoperation genannt, zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Durch kontinuierliche Verbesserungen der OP-Techniken ist sie eine der komplikationsärmsten Operationen in der Medizin, die deshalb auch in hohem Lebensalter durchgeführt werden kann. Im Sehwerk setzen wir bei der Linsenoperation auf den „Goldstandard“ – die Phakoemulsifikationstechnik. Hierbei wird die getrübte Linse mit Ultraschall verflüssigt und entfernt. Anschließend wird eine speziell für Sie berechnete Intraokularlinse in das Auge implantiert. Ihre individuellen Vorstellungen und Wünsche werden im Vorgespräch mit Ihrem Sehwerk-Augenarzt besprochen und berücksichtigt.

  • Linse mit Schutzfunktion („Blaufilter“): Die Blaufilterlinse (auch Gelbe Linse oder Blueblocker genannt) ist eine Kunstlinse, die bei einer Katarakt-Operation (Grauer Star) die getrübte natürliche Linse ersetzt. Blaufilter-IOLs besitzen eine leichte, oft gelbliche Tönung, die der Farbfilterfunktion der natürlichen menschlichen Linse nachempfunden ist und einen ähnlichen Schutzmechanismus bietet. Das hochenergetische Blaulicht wird als potenzieller Risikofaktor für die Netzhaut und die Makula diskutiert. Bei den modernen Blaufilter-Intraokularlinsen nach einer Grauer-Star-Operation soll die Filterung das Auge vor diesen kurzwelligen Strahlen schützen, unter der Idee, damit langfristig das Risiko für eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD) zu reduzieren.
  • Linse mit Ausgleich Hornhautverkrümmung („Astigmatismus“): Die torische Intraokularlinse (IOL) ist eine hochmoderne Intraokularlinse, die bei einer Katarakt-Operation (Grauer Star) implantiert wird. Ihr herausragendes Merkmal ist ihre spezielle optische Gestaltung, mit der sie nicht nur die getrübte oder alternde Linse ersetzt, sondern gleichzeitig eine bestehende Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) korrigiert. Die Linse muss vom Chirurgen millimetergenau in die vom Astigmatismus abhängige Achslage gedreht werden, um die volle Korrekturwirkung zu entfalten. Durch die Korrektur der Hornhautverkrümmung und des Grauen Stars gleichzeitig ermöglicht die torische IOL in der Regel eine deutlich verbesserte Sehschärfe in der Ferne und reduziert oder eliminiert oft die Notwendigkeit einer zusätzlichen Brille zur Korrektur des Astigmatismus.
  • Linse für Fern- und Nahsehen („Multifokallinse“): Die multifokale Intraokularlinse (mIOL), insbesondere in Verbindung mit der EDOF- (Extended Depth of Focus) oder Trifokal-Technologie des Liberty-IOL-Systems, ist ein hochmodernes Intraokularlinsensystem zur Behandlung des Grauen Stars (Katarakt) mit gleichzeitiger Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie). Neben der regulären EDOF-IOL setzen wir im Sehwerk auch das Zweilinsensystem Liberty² von 1stQ ein. Dieses System besteht aus zwei Linsen (Basis-IOL und AddOn-Linse), die nacheinander eingesetzt werden. Diese Kombination erlaubt eine maßgeschneiderte Anpassung an die visuellen Bedürfnisse. Der größte Vorteil ist die Möglichkeit, die zusätzliche AddOn-Linse bei Bedarf (z. B. bei einer späteren Änderung der Sehstärke) wieder entfernen oder austauschen zu können, ohne die primäre Linse zu beeinflussen. Die torische EDOF-/Trifokal-IOL des Liberty-Systems ist daher eine Premium-Lösung für Patienten, die nach einer Katarakt- oder Linsentausch-Operation ein Höchstmaß an Sehqualität und Unabhängigkeit von Sehhilfen wünschen.

Das Glaukom (Grüner Star) ist eine Gruppe von chronisch fortschreitenden degenerativen Erkrankungen des Sehnervs, die weltweit die zweithäufigste Ursache für eine irreversible Erblindung darstellt. Traditionell wird die Glaukomtherapie als ein stufenweiser, reaktiver Prozess verstanden. Die Behandlung beginnt in der Regel mit topischen Augentropfen und wird erst bei unzureichender Wirkung oder Unverträglichkeit auf Laser- oder chirurgische Eingriffe ausgeweitet. Dieses konventionelle Vorgehen hat sich über Jahrzehnte etabliert, stößt jedoch zunehmend an seine Grenzen, insbesondere im Hinblick auf die langfristige Effektivität. Vor diesem Hintergrund hat sich das Konzept der „Interventionellen Glaukomtherapie“ entwickelt. Es beschreibt einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel in der Glaukombehandlung, bei dem operative Ansätze in den Vordergrund rücken. Durch die konsequente Anwendung des „interventionellen Glaukom“-Ansatzes, bei dem durch eine frühe Operation das Fortschreiten des Glaukoms bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung gestoppt oder verlangsamt werden soll, hat sich das Sehwerk als ein regional führendes Zentrum für die minimalinvasiven Glaukomoperationen entwickelt.

  • Glaukomoperation mit iStent: Der iStent inject® W und der iStent infinite wurden entwickelt, um den Kammerwasserabfluss beim Offenwinkelglaukom auf dem natürlichen, physiologischen Weg zu verbessern. Sie gehören zu den kleinsten Implantaten, die in der Medizin verwendet werden. Der iStent wird im Kammerwinkel in das Trabekelmaschenwerk implantiert. Hierdurch wird ein zusätzlicher Abfluss von Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer in den natürlichen Abflusskanal, den Schlemm-Kanal, geschaffen. Die Implantation des iStents gehört in die Gruppe der modernen „minimalinvasiven Glaukomoperationen (MIGS)“. Der Augendruck kann durch die Implantation eines iStents deutlich gesenkt werden. Die Ergebnisse aus internationalen Studien zeigen, dass die Kombination von Katarakt-Operation und iStent den IOD um durchschnittlich 27 % senkt. Im Sehwerk-Zentrum für Augengesundheit führen wir bei Patienten, die aufgrund eines Grauen Stars am Katarakt operiert werden müssen und gleichzeitig unter einem Glaukom leiden, die iStent-Operation meist in Kombination durch. Die Auswertung unserer eigenen OP-Ergebnisse zeigt, dass die meisten Patienten nach der Operation einen deutlich niedrigeren Augendruck haben und häufig keine oder weniger Augentropfen benötigen. Diese Ergebnisse decken sich mit den Daten internationaler wissenschaftlicher Studien.
  • Glaukomoperation mit XEN: Das XEN™ Gelimplantat kann bei Patienten mit fortgeschrittenem Offenwinkelglaukom und/oder sehr hohem Augeninnendruck eingesetzt werden. Das Implantat ist ein kleiner „Schlauch“, der einen Kanal aus dem Augeninneren unter die Bindehaut schafft. Dadurch wird das Abfließen des Kammerwassers, das den zu hohen Augeninnendruck verursacht, unterstützt und eine deutliche Senkung des Augeninnendrucks erreicht. Das Implantat zählt zu den modernen „minimalinvasiven blebförmigen Operationen (MIBS)“ und wird durch eine kleine ambulante Operation eingesetzt. Die Auswertung der Operationsergebnisse im Sehwerk-Zentrum für Augengesundheit zeigt die hohe Effektivität und Sicherheit des Verfahrens. Der Augendruck kann bei fast allen Patienten effektiv gesenkt und die Anzahl der Glaukom-Augentropfen deutlich reduziert werden. In den meisten Fällen waren keine drucksenkenden Augentropfen mehr notwendig.
  • Glaukomoperation mit Omni: Eine Kernproblematik beim Glaukom ist die Verminderung des Kammerwasserabflusses im Kammerwinkel des Auges. Hier fließt das Kammerwasser normalerweise durch eine siebartige Struktur, das Trabekelwerk, in den Abflusskanal („Schlemm’scher Kanal“). Bei Erhöhung des Widerstandes in diesen Strukturen kommt es zu einer Erhöhung des Augendruckes. Das OMNI®-System ist das erste und einzige Ab-interno-MIGS-Gerät, bei dem der Schlemm’sche Kanal durch einen Katheter ausgeweitet werden kann und, wenn nötig, auch der Abflusswiderstand des Trabekelwerks durch eine transluminale Trabekulotomie gesenkt werden kann. Die Behandlung kann allein oder im Rahmen einer Katarakt-Operation durchgeführt werden. Im Sehwerk führen wir das OMNI-Verfahren zumeist als Einzeloperation durch.
  • Glaukomoperation mit Cyclophotokoagulation: Die Zyklophotokoagulation (CPC) ist ein modernes, minimalinvasives Laserverfahren zur Senkung des Augeninnendrucks bei Patienten mit Glaukom. Sie zielt darauf ab, die Produktion des Kammerwassers im Auge zu reduzieren und dadurch den Druck zu normalisieren, um eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs zu verhindern. Die CPC wird häufig bei fortgeschrittenen Glaukomen oder in Fällen eingesetzt, in denen andere drucksenkende Maßnahmen (wie Augentropfen oder andere Operationen) nicht ausreichend wirksam sind oder nicht infrage kommen.

In den letzten Jahren haben intravitreale Injektionen zur Behandlung verschiedener Makula- und Netzhauterkrankungen an Bedeutung gewonnen. Viele Erkrankungen, die früher zu einer Sehverschlechterung oder Erblindung geführt haben, können jetzt durch intravitreale Injektionen behandelt oder zumindest verzögert werden. Bei der intravitrealen Injektion wird ein Medikament direkt in das Auge gespritzt. Durch die Kombination verschiedener Lokalanästhetika ist diese Prozedur nahezu schmerzfrei möglich. Die intravitreale Injektion wird im Sehwerk zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration, der diabetischen Netzhauterkrankung, von Netzhautgefäßverschlüssen, Entzündungen im Auge und anderen speziellen Indikationen eingesetzt. Aufgrund moderner Untersuchungsgeräte und der großen Erfahrung unserer Sehwerk-Augenärzte können wir diese Erkrankungen genau diagnostizieren und Ihnen eine individuell auf Sie zugeschnittene Therapie anbieten.

  • Intravitreale Injektionen bei Makuladegeneration: Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische Augenerkrankung, die in Industrieländern die häufigste Ursache für den Verlust des zentralen Sehvermögens bei älteren Menschen ist. Sie betrifft die Makula, den „Fleck des schärfsten Sehens“ in der Mitte der Netzhaut. Die mit intravitrealen Injektionen behandelbare Form ist die feuchte AMD, die zwar seltener (etwa 10–20 % der Fälle) ist, aber wesentlich schneller zu einer starken Sehminderung führt. Die Behandlung der feuchten AMD zielt darauf ab, das Wachstum und die Undichtigkeit dieser krankhaften neuen Blutgefäße zu stoppen. Dies geschieht in der Regel durch die intravitreale Injektion (IVOM) von sogenannten Anti-VEGF-Medikamenten. VEGF („Vascular Endothelial Growth Factor“) ist ein körpereigener Botenstoff und Wachstumsfaktor, der in erster Linie für die Neubildung von Blutgefäßen verantwortlich ist – leider auch für die krankhaften Gefäße bei der feuchten AMD. Das Ziel der Behandlung ist es, das Wachstum der neuen, schädlichen Gefäße zu stoppen, die Flüssigkeitsansammlung (Ödeme) in der Makula zu reduzieren und in vielen Fällen das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Sehschärfe zu stabilisieren. Die feuchte AMD ist eine chronische Erkrankung. Da der Wirkstoff im Laufe der Zeit wieder abgebaut wird, muss die Behandlung meist über einen längeren Zeitraum wiederholt werden. Ihr Sehwerk wird in regelmäßigen Kontrollen die Aktivität der Erkrankung überwachen und mit Ihnen das optimale Behandlungsintervall besprechen, um Ihr Sehvermögen bestmöglich zu erhalten.
  • Intravitreale Injektionen bei diabetischer Makulopathie: Die diabetische Makulopathie ist eine ernste Komplikation des Diabetes mellitus, die die Makula – den Bereich des schärfsten Sehens der Netzhaut – betrifft. Sie ist eine Hauptursache für Sehstörungen und Erblindung bei Diabetikern. Langjährig erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) im Körper, insbesondere im Auge. Bei der diabetischen Makulopathie führen diese Schäden zu zwei Hauptproblemen: 1) Gefäßwandschwäche und Undichtigkeit: Die Wände der Netzhautgefäße werden brüchig und undicht. Flüssigkeit, Fette und Proteine treten aus diesen Gefäßen aus und sammeln sich in der Makula an. Diese Flüssigkeitsansammlung wird als diabetisches Makulaödem (DMÖ) bezeichnet. Es lässt die Makula anschwellen und führt zu einer Verschlechterung des zentralen Sehens (z. B. verschwommenes Sehen, Schwierigkeiten beim Lesen). 2) Mangelnde Sauerstoffversorgung (Ischämie): Die geschädigten Gefäße können die Netzhaut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Der Körper reagiert darauf, indem er vermehrt den Botenstoff VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) ausschüttet, um neue Gefäße zu bilden. Das diabetische Makulaödem (DMÖ) ist der Hauptgrund, warum bei DM eine Behandlung mit Injektionen erforderlich wird. Die Behandlung der diabetischen Makulopathie zielt darauf ab, die undichten Gefäße abzudichten, das Ödem zu reduzieren und so das Sehvermögen zu stabilisieren oder zu verbessern. Dies geschieht durch die intravitreale Injektion (IVOM), bei der Medikamente direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt werden. Hierbei kommen zwei Medikamentengruppen zum Einsatz: 1) Anti-VEGF und 2) intravitreale Steroide. Der beste Schutz vor einer diabetischen Makulopathie ist eine konsequente Einstellung des Blutzuckers und des Blutdrucks. Die Injektionen behandeln die Folge (das Ödem), aber nicht die Ursache (den Diabetes). Regelmäßige augenärztliche Kontrollen und die konsequente Einstellung des Blutzuckers durch Ihren Diabetologen sind essenziell, um Schäden frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
  • Intravitreale Injektionen bei retinalen Venenverschlüssen: Ein Netzhaut-Venenverschluss (retinaler Venenverschluss, RVV) ist ein akutes Ereignis, bei dem eine Vene in der Netzhaut blockiert wird. Es kann mit einem Schlaganfall verglichen werden. Es ist nach der diabetischen Retinopathie die zweithäufigste vaskuläre Erkrankung der Netzhaut. Die Netzhaut wird über Arterien mit Blut versorgt, welches über die Venen abtransportiert wird. Hoher Blutdruck, Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder Diabetes können die Arterienwände verhärten und verdicken. An den Kreuzungspunkten, wo eine Vene und eine verhärtete Arterie aufeinandertreffen, kann die Arterie die Vene abdrücken und so den Blutfluss blockieren. Durch den Stau kann das Blut aus der blockierten Vene nicht mehr richtig abfließen. Dies führt zu einem Rückstau und zu Blutungen in der Netzhaut. Die gestaute Vene wird durch den Sauerstoffmangel undicht, und Flüssigkeit tritt aus. Sammelt sich diese Flüssigkeit in der Makula (dem Zentrum des schärfsten Sehens), entsteht ein Makulaödem. Das Makulaödem ist die Hauptursache für die plötzliche, schmerzlose Sehminderung bei RVV, da es das zentrale Sehen verschwommen macht oder verzerrt. Ziel der Behandlung ist es, das durch den Venenverschluss verursachte Makulaödem zu reduzieren und somit die Sehleistung zu verbessern. Die Therapie erfolgt durch die Injektion von Medikamenten direkt in den Glaskörper des Auges (intravitreale Injektion). Hierbei kommen zwei Medikamentengruppen zum Einsatz: 1) Anti-VEGF und 2) intravitreale Steroide. Ein Venenverschluss ist oft ein Warnzeichen für systemische Erkrankungen. Die Behandlung der zugrunde liegenden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes ist essenziell, um einen erneuten Verschluss zu verhindern.

Der Glaskörper (lateinisch: Vitreus) ist eine gelartige Substanz, die das Auge innen ausfüllt. Durch eine moderne Netzhautoperation („Vitrektomie“) können viele Erkrankungen sicher behandelt werden, für die es früher keine Behandlungsmöglichkeit gab. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit hat Dr. Cordes große Erfahrung in der Behandlung der verschiedenen Krankheitsbilder durch die Vitrektomie. Die nachfolgend aufgeführten Erkrankungen werden häufig mittels Vitrektomie therapiert.

Bei der epiretinalen Gliose und beim Makular pucker, bildet sich eine Membran auf der Netzhaut. Diese Membran führt zu einer Fältelung und Verdickung der Netzhaut. Klassische Symptome sind »Verzerrtsehen« und Sehverschlechterung. Im Alltag bemerken Patienten häufig eine »Verbiegung« gerader Linien. Bei der Operation wird die Membran mit einer feinen Pinzette von der Netzhaut abgezogen. Durch die Entlastung glättet sich die Netzhaut wieder und schwillt ab.

Bei einem Makulaforamen bildet sich ein Loch genau in der Makula. Klassische Symptome sind Verminderung des Sehens und ein »dunkler Fleck« im Sehzentrum. Dieses Loch wird durch seitlichen Zug von Membranen auf der Netzhaut wie ein Knopfloch aufgezogen. Bei der Operation werden die ziehenden Membranen entfernt, was zu einer Entlastung der Netzhaut und zum Verschluss des Makulaforamen führt.

Bei Glaskörpertrübungen werden Verdichtungen im Glaskörper als »Flocken«, »Fäden« oder »Schwaden« wahrgenommen. Mit zunehmendem Alter verflüssigt sich der Glaskörper im Rahmen des normalen Alterungsprozesses und es bilden sich diese Verdichtungen. Einige Menschen sind durch diese Trübungen so beeinträchtigt, dass ihre Lebensqualität abnimmt. In diesen Fällen kann durch die Vitrektomie der Glaskörper mit den Trübungen entfernt werden.

Im Sehwerk setzen wir ein modernes hochgeschwindigkeits-Vitrektomiegerät ein um Ihre Netzhauterkrankung bestmöglich und zielgenau zu behandeln.

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Um Ihnen eine optimale Erreichbarkeit zu gewährleisten, setzen wir am Telefon einen modernen digitalen Assistenten ein.
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Sehwerk –
Unsere Standorte:

Ihr Zentrum für Augengesundheit – in Bonn

Sehwerk Bonn: Das Sehwerk Bonn bietet eine umfassende Diagnostik des gesamten Auges mit modernsten Geräten, Laserbehandlungen, Dry-Eye-Behandlungen und ein breites Spektrum an Augenoperationen des vorderen und hinteren Augenabschnitts im OP-Zentrum.

Ihr Zentrum für Augengesundheit – in Euskirchen

Sehwerk Euskirchen: Das Sehwerk Euskirchen bietet eine umfassende Diagnostik des vorderen und hinteren Augenabschnitts mit modernsten Geräten. Durch die Vernetzung der Praxen können notwendige Behandlungen reibungslos im Sehwerk Bonn terminiert und durchgeführt werden.

Jetzt bewerben und arbeiten, wo der Mensch zählt

Arbeiten,
wo der Mensch zählt

Wir sind eine moderne augenärztliche Praxis mit zwei Standorten in Bonn-Duisdorf und Euskirchen. Unseren Patientinnen und Patienten bieten wir das gesamte Spektrum der Augenheilkunde – von Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen bis hin zu komplexen operativen Eingriffen. Modernste Medizintechnik und ein hochqualifiziertes Team stehen für eine Behandlung auf höchstem Niveau – zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten.

Positive Bewertungen –
das sagen unsere Patientinnen und Patienten

Ich möchte dem gesamten Team ein großes Lob aussprechen. Ich wurde sehr gut behandelt und fühlte mich sehr wohl. Ein besonderes Lob an Herrn Dr. Cordes, der mich sehr erfolgreich operiert hat. Vielen Dank und dafür von mir die Note 1.

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Dr. Andreas K. Cordes

Herr Dr. Cordes ist ein ausgezeichneter und sehr kompetenter Augenarzt, der sich Zeit für seine Patienten nimmt und den Behandlungsablauf ausführlich und vor allem auch verständlich erläutert. Meine beiden Katarakt-OPs hat er mit sehr gutem Erfolg durchgeführt, wobei seiner empathischen Art und natürlich auch der freundlichen Betreuung durch das ganze Team seiner Praxis besonderer Dank gebührt. Meine Frau und ich haben den Augenarzt gefunden, dem wir auch in Zukunft voll vertrauen und bei dem unsere Augengesundheit in besten Händen ist!

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Dr. Andreas K. Cordes

Ich habe von Dr. Andreas Cordes sehr viel Hilfe bekommen, er hat mir zugehört und mir sehr viel Mut gegeben. Jetzt ist mein Vater in der Praxis operiert worden und die Fürsorge vom ganzen Praxisteam ist großartig.

Grazie Grazie Grazie

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Dr. Andreas K. Cordes

Ich möchte dem gesamten Team ein großes Lob aussprechen. Die sehr wertschätzende Betreuung rund um meine beiden Augen OPs waren mehr als vorbildlich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt – vor, bei und auch nach den OPs. Ganz herzlichen Dank. Schulnote 1+

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Dr. Andreas K. Cordes

Dr. Cordes ist ein sehr vertrauenswürdiger und fachlich kompetenter Facharzt. Das Praxisteam empfand ich als sehr fürsorglich und menschenfreundlich im Miteinander für Patienten. Ich fühlte mich in all meinen Belangen „rund ums Auge“ sehr gut aufgehoben und kann nur anderen Menschen empfehlen, sich vertrauensvoll bei Belangen der Gesundheit „Auge“ an Dr. Cordes und seine Mitarbeiter zu wenden.

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Dr. Andreas K. Cordes

Ich war schon bei vielen Ärzten mit einer Entzündung am Auge. Dr. Cordes hat sich zum erstem mal umfassend die Beschwerden angehört und gründlich untersucht. In der Praxis konnte sofort eine Gefäßdarstellung durchgeführt werden in welcher meine Entzündung bestätigt wurde. Mit wurde sofort Blut abgenommen, in der die Ursache für meine Entzündung im Auge bestätigt wurde. Dank der Therapie geht es mir jetzt wieder besser.

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Dr. Andreas K. Cordes

Herr Dr.med. Cordes ist ein kompetenter, empathischer Arzt mit positiver Ausstrahlung! Er ist gewissenhaft und nimmt sich ausreichend Zeit für Patienten!

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Dr. Andreas K. Cordes